UNO-Seminar vom 20.-22.4.2012 in Berlin

»Die Architektur der Welt ändert sich dramatisch, das muss sich auch in der Arbeit der Vereinten Nationen widerspiegeln«, verlautbarte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle wenige Monate, bevor der UN-Sicherheitsrat unter Berufung auf das Konzept der »Schutzverantwortung« zwei brutale Militäreinsätze
in Libyen und der Elfenbeinküste legitimierte. Wie reagiert man richtig als Linke, wenn die Institution, die mutmaßlich als Garant des Weltfriedens geschaffen wurde, sich selber als Menschenrechtsbeauftragte inszeniert, um neue imperialistische Kriege zu rechtfertigen? Und wurde die UNO überhaupt wirklich
gegründet, um Kriege einzudämmen oder war sie von Anfang an Spielball der Mächtigen? Ihr jahrzehntelanges Scheitern in der Vermittlung zwischen Israelis und Palästinensern ist z.B. offensichtlich.

Ort: TU Berlin, Raum EB 133C

Wann: 20.-22.4.2012

Den Flyer gibt es hier: UNO-Seminar_Flyer

Programm

Freitag, 20. April 2012
bis 18:00            Anreise
18:00 – 18:30    Begrüßung, Organisatorisches
18:30 – 20:00    Die Vereinten Nationen und die neue Welt(UN)ordnung mit Werner Ruf                            (emeritierter Professor für Politologie und Friedensforscher)
ab 20:00             freie Abendgestaltung

Samstag, 21. April 2012
09:30 – 10:30   Frühstück
11:00 – 12:30    Einführungsvortrag – Können das Völkerrecht und die UN den                              Frieden sichern? (mit Gerhard Stuby, emiritierter Professor für                              Öffentliches Recht und Wissenschaftliche Politik)
12:30 – 13:30    Mittagspause
13:30 – 14:30    Die Organe der UNO – UNSC als einziges Problem? mit Sabine Lösing                                 (MdEP)
14:45 – 16:45    Fallbeispiele – Responsiblity to Protect (R2P) und die Rolle der UN in                                   Syrien, Libyen und der Elfenbeinküste mit Christoph Marischka/Martin                             Hantke (beide Informationsstelle Militarisierung (IMI)
17:00 – 18:30    (UN)Sicherheit: Blacklisting – neue Schritte zu einer Welt ohne                                             „Terrorismus“? mit Gavin Sullivan (Anwalt, Amsterdam)
18:30 – 19:30    Abendessen
19:30 – 21:30    Gespräch: Die Linke, DIE LINKE und die UNO u.a. mit Sevim Dagdelen                             (MdB DIE LINKE) und Joachim Guillard (Autor, Heidelberger Forum                                   gegen Militarismus und Krieg)
ab 21.30            Abendgestaltung

Sonntag, 22. April 2012
09:30 – 10:30    Frühstück
10:30 – 12:00    Die Vereinten Nationen und der neue Militarismus mit Thomas
                           Mickan (IMI)
12:30 – 14:00   The UN Fact Finding Mission on the Gaza war. Why war crimes have not                                 been prosecuted? mit Dr. Chantal Meloni (Völkerstrafrechtlerin an der                                     Humboldt  Universität in Berlin)
ab 14.00             Abreise

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